Die Geheimnisvollen 4 und das Siegel der Rüsselwesen

"Das Labyrinth im Tower"

Martin, Patty, Lukas und Michael standen in einer halbdunklen engen Burgnische, deren Grundfläche nicht größer war, als die Matratze des purpurnen Himmelbettes.
Das fahle Licht, das durch zwei schmale Schießscharten fiel, reichte gerade aus, um die alten verlassenen Spinnweben zu entdecken, die sicher schon die beiden Weltkriege überdauert hatten. Die beiden mittelalterlichen Fackeln, die in ihren verrosteten Haltern schliefen, hatten sich müde mit einer dicken Staubschicht zugedeckt.
Patty empfahl flüsternd: "Wir sollten uns ruhig verhalten, sonst hören uns die schwarzhaarige Hexe und ihre Leute noch."
"Aua!" Michael war es, der seinen Schmerz ungeniert hinausschrie. Patty hielt ihm besorgt den Mund zu. "Pssst! Mensch, habe ich nicht gerade gesagt, dass wir absolut leise sein müssen?" zischte sie ihm leise ins Ohr.
Michael befreite seinen Mund von Pattys Handfläche. "Aber ich bin doch mit dem Fuß gegen etwas Hartes gestoßen", verteidigte er sich jetzt schon merklich leiser.
"Hey, seht mal, Michael hat einen Eisenring gefunden, der in den Boden eingelassen ist", erklärte Lukas fachkundig.
"Wartet mal. Ich will sehen, ob es das ist, was ich vermute." Kaum ausgesprochen, zog er schon fest am Ring. Die Freunde staunten nicht schlecht, als er eine im Staub bedeckten Steinboden eingelassene Holzluke öffnete.
"Wow, das glaube ich ja nicht", drückte Martin seine Verwunderung aus. "Mann, wenn wir jetzt Taschenlampen hätten, würde ich vorschlagen, dass wir da unten einen Ausgang suchen".
Es stellte sich jedoch heraus, dass leider keiner an eine Taschenlampe gedacht hatte. Aber Lukas kam eine zündende Idee: "Ich habe Streichhölzer dabei, vom Hotel. Wir könnten doch vielleicht die Fackeln anzünden."
Martin und Lukas stiegen als Erste mit den brennenden Fackeln die rostigen Eisengriffe hinunter, die in die Wand eingeschlagen waren. Patty und Michael folgten ihnen vorsichtig.
Der unterirdische Gang war so schmal, dass sie nicht nebeneinander gehen konnten. Außerdem war das Gewölbe so nieder, dass Martin, der Längste, gerade noch aufrecht stehen konnte.
"Pfui, hier stinkt es aber", hielt sich Patty angeekelt die Nase zu. "Tut mir leid, Patty", fühlte Martin mit ihr. "Aber da müssen wir durch, wenn wir einen Ausgang finden wollen, der nicht mit dem lästigen 'CBEPM-Ungeziefer' verseucht ist. Kommt, wir bleiben dicht zusammen."
Das hätte er ihnen nicht zu empfehlen brauchen. Niemand konnte so verrückt sein, in dieser engen, beklemmenden Dunkelheit die Nähe des Lichtes freiwillig zu verlassen.
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